Profil
Das Europäische Gymnasium Waldenburg in Sachsen (Deutschland) wurde 1994 als erstes privates sächsisches Gymnasium gegründet. Unter der Trägerschaft des entsprechenden Vereins befinden sich heute 6 anerkannte und genehmigte Ersatz- bzw. Ergänzungsschulen und zwei Internate.
Das Europäische Gymnasium Waldenburg ist Träger der Titel „Schule mit internationalem Charakter“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und zählt laut Schulranking der Zeitschrift „Capital“ 13/05 zu den 100 besten Gymnasien Deutschlands. Hier werden auf der Grundlage einer Vereinbarung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und der chinesischen und vietnamesischen Regierung auch Schüler aus diesen Ländern bisher außerordentlich erfolgreich zum deutschen Abitur ausgebildet.
Der Schulalltag ist wesentlich durch den Ganztagscharakter geprägt.
Unterrichtsgestaltung
An jedem Wochentag wechseln sich Unterrichtszeiten, Zeiten der Freizeitbetreuung, Förderunterricht und betreute Hausaufgabenzeiten ab. Alle Lehrer des Gymnasiums haben zwischen 8 und 16 Uhr Präsenzpflicht, so dass sie für die Schüler erreichbar sind. In den Klassen 8-10 können die Schülerinnen und Schüler zwischen dem sprachlichen Profil und dem gesellschaftswissenschaftlichen Profil (Schwerpunkt Wirtschaft und Abitur mit additiver Berufsvorbereitung)) wählen.![]()
Ab Schuljahr 2003/04 wurde der Schulalltag durch die Einführung von Blockunterricht weiter rhythmisiert. Die Vorteile liegen im neuen Rollenverständnis von Schülern und Lehrern im Unterricht, in der Verbesserung der Chancen zur vollständigen Problembearbeitung (Experimente, heuristische Verfahren, praktische Betätigung mit Unterrichtsgegenständen), in der Verbesserung der Möglichkeiten der inneren Differenzierung des Unterrichtes (Kleingruppen, Experimentiergruppen, Freiarbeit) und in der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Schülern und Lehrern. Alle Aktivitäten sind auf den erfolgreichen Abschluss des Abiturs, auf selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen und Handeln sowie auf die europäische und internationale Lebenswirklichkeit gerichtet. Die inhaltliche Ausrichtung schließt erweiterten Fremdsprachenunterricht durch Muttersprachler, die Ablegung von Sprachzertifikaten und Exkursionen in die Zielsprachländer ein. Zu zahlreichen Partnerschulen in Irland, Finnland, China, Vietnam, Südafrika, Großbritannien, Frankreich, Russland, Tschechien und Polen unterhalten wir freundschaftliche Beziehungen.
Ganztagsangebote
Um die Ganztagsangebote inhaltlich mit hoher Qualität umzusetzen und zu strukturieren, wurde 1998 eine Jugendkunstschule gegründet. Damit wurde ein Modell geschaffen, das bundesweit für Aufsehen gesorgt hat und in dieser Form – Gymnasium und Jugendkunstschule, eng verzahnt unter einer Trägerschaft und unter einem Dach – in Deutschland bisher kein Beispiel hat. Die Institutionalisierung aller Freizeitangebote führte zu einem deutlichen Qualitätszuwachs inhaltlicher und personeller Art, der von nur projektbezogenen, teilweise aktionistischen Vorhaben weg führte. Gemeinsam mit Schülern und Eltern wurde zunächst der Bedarf ermittelt, das heißt, welche Angebote gewünscht werden und wie sich Schüler und Eltern in die Vorplanung einbringen können. Konsens bestand in der Ansicht, dass der Erwerb kultureller Grundkompetenzen neben Nachhaltigkeit, Frühzeitigkeit und Mehrwahrnehmung auch Systematik, Kontinuität und Einblicke in verschiedene Erscheinungsformen erfordert. So gesehen wurde mit der Gründung der Jugendkunstschule das Profil des Europäischen Gymnasiums geschärft – als Lern- und Lebensort, der mit Neugier, Hoffnung, Spannung, aber immer mit Freude aufgesucht wird.
Neben der internationalen Ausrichtung des Gymnasiums ist der enge Kontakt zur regionalen Wirtschaft profilbestimmend.
In dem Zusammenhang wurde – erstmals in Deutschland - gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Chemnitz-Zwickau das Modell Abitur mit additiver Berufsausvorbereitung entwickelt.
Die Schüler erwerben additiv neben der gymnasialen Ausbildung ab Klassenstufe 8 grundlegende berufstheoretische und berufspraktische Kenntnisse über den Ausbildungsberuf des Bürokaufmannes bzw. der Bürokauffrau. Die berufstheoretische Ausbildung erfolgt größtenteils im Rahmen des Profilfaches Gesellschaftswissenschaften sowie durch zusätzliche Stunden am Europäischen Gymnasium Waldenburg. Die berufspraktische Ausbildung wird durch Ausbildungsbetriebe möglichst schulnah parallel zur berufstheoretischen Ausbildung auch ab Klassenstufe 8 durchgeführt.
Ganzheitliches Konzept
Wir verwirklichen ein ganzheitliches Konzept und vermitteln damit:
- sichere Beherrschung der sogenannten Kulturtechniken
- Kenntnisse und Fähigkeiten für alle abiturrelevanten Anforderungen
- Fähigkeit, in Fremdsprachen sicher zu kommunizieren
- Beherrschung von Arbeitstechniken und Zeitmanagement zum Erreichen der
- Studierfähigkeit
- Sensibilisierung für Kunst und Kultur
- Urteilsvermögen
- Artikulations- und Diskussionsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit
- tolerante, integrative, demokratische Grundhaltung
- Übernahme von Selbstverantwortung
- Erlangung von Teamfähigkeit
- Konfliktbereitschaft und Konfliktlösungsstrategien
- Pflichtbewusstsein
- Begeisterungsfähigkeit
- angemessenes und gutes Benehmen
- Offenheit und Neugier für Neues und lebenslanges Lernen
- internationales Denken