Handwerker ziehen in Wohnheim ein

Sofiya Skirta, Anqi Peng, Nhat Luong Anh und Xin Yan (von links) tanken in der Frühlingssonne etwas Ruhe. Im Wohnheim wird es in den kommenden Wochen aufgrund der Bauarbeiten turbulent zugehen.  Foto: Uwe Meyer
Sofiya Skirta, Anqi Peng, Nhat Luong Anh und Xin Yan (von links) tanken in der Frühlingssonne etwas Ruhe. Im Wohnheim wird es in den kommenden Wochen aufgrund der Bauarbeiten turbulent zugehen. Foto: Uwe Meyer
Handwerker ziehen in Wohnheim ein
Trägerverein lässt Internat des Europäischen Gymnasiums für 1,2 Millionen Euro modernisieren - Erneuerung spart Energiekosten

Von Holger Frenzel

Waldenburg. Das Internat des Europäischen Gymnasiums verwandelt sich in eine Baustelle. Bis 2012 soll das Wohnheim etappenweise auf Vordermann gebracht werden. Der Trägerverein der Bildungseinrichtung gibt dafür rund 1,2 Millionen Euro aus. Dabei kommt ein Zuschuss von rund 480.000 Euro aus den Fördertöpfen für die Stadtsanierung. "Wir versprechen uns von diesen Baumaßnahmen ein Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent bei den Energiekosten", nennt Frank Güthlein, Geschäftsführer des Trägervereins, einen Grund für die Investition.
Ein Teil des Internats, das Anfang der 1970-er Jahre entstanden ist, verbirgt sich bereits hinter den Baugerüsten.

In der kommenden Woche soll es mit dem Austausch der Fenster losgehen. Eine zeitgemäße Kunststoffverglasung ersetzt dann die alten und maroden Holzfenster. Geplant ist, dass vom beauftragten Bauunternehmen täglich acht neue Fenster eingesetzt werden sollen. Das heißt: Die Mädchen und Jungen, die im Wohnheim untergebracht sind, müssen maximal für zwei Nächte ihre Zimmer räumen. Die Bibliothek, die sich ebenfalls im Internat befindet, muss aber bis 16.April geschlossen bleiben. Allein für den Einbau der neuen Fenster gibt der Trägerverein knapp 300.000Euro aus. Der weitere Fahrplan für das Internat: In diesem Jahr sollen noch der Vollwärmeschutz angebracht und die Fassade auf Vordermann gebracht werden. Die Kosten betragen rund 300.000 Euro. Dabei herrscht bisher noch keine Klarheit über die Farbgestaltung. Im kommenden Jahr soll die Elektrotechnik erneuert werden. Die Sanitärinstallation kommt dann 2012 an die Reihe. Unklar ist bisher, wie die Innensanierung der Zimmer finanziert werden kann.

In den vergangenen Jahren musste der Trägerverein verschiedene Rückschläge bei den Bemühungen um die Fördergelder für das Wohnheim einstecken. Die erhoffte Unterstützung aus dem Programm für den Schulhausbau und aus dem Konjunkturpaket blieb aus. Nun kommt wenigstens die Finanzhilfe über das Programm für die Stadtsanierung. Einer entsprechenden Vereinbarung hatte der Stadtrat im Dezember vergangenen Jahres zugestimmt. In dem viergeschossigen Plattenbau gibt 100 Ein-Bett-Zimmer. Derzeit sind rund 80 Prozent der Räume belegt. Vor allem Schüler, die aus China, Vietnam, Russland, Korea und Kenia kommen, sind im Waldenburger Internat untergebracht.