Besuch der Tschernobylkinder in Hartenstein

Zu Besuch in einer anderen Welt
Zu Besuch in einer anderen Welt
Kaum 25 Jahre sind vergangen seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl in der Nacht vom 26. April 1986, als ein Super-Gau des sich in diesem Ort befindlichen Atomkraftwerkes das Leben Tausender von Menschen dauerhaft veränderte. Auch heute sterben in Russland, Weißrussland und der Ukraine mehr Menschen an Schilddrüsenkrebs, verursacht durch die in der Luft, den Gewässern und Böden noch immer vorhandene radioaktive Strahlung, als in allen anderen Ländern der Welt. Das Schicksal der dort lebenden Kinder liegt nicht nur deren Eltern am Herzen, sondern auch dem Erholungszentrum für acht- bis zwölfjährige Kinder aus den kontaminierten Gebieten Weißrusslands. Eine Gruppe von bis zu 15 Kindern wird mehrmals im Jahr für vier oder sechs Wochen in Hartenstein aufgenommen und freundlich und liebevoll betreut. Doch dieses Vorhaben kann nur mithilfe tatkräftiger finanzieller Unterstützung bewältigt und durchgesetzt werden. Die Auffassung vertritt auch das Europäische Gymnasium Waldenburg, welches die Hilfsorganisation schon seit einigen Jahren unterstützt und dem Projekt mit Spenden neuen Aufschwung gibt. So gestaltete sich auch der diesjährige Besuch der Kinder in Hartenstein als einmaliges und rührendes Erlebnis. Sechs Schüler, die am Gymnasium Russisch-Unterricht erhalten, machten sich zusammen mit dem Direktor Herr Doktor Lösel und Frau Frischmann am 18. Januar 2011 auf den Weg nach Hartenstein, wo wir herzlich empfangen wurden sowie eine Spende im Wert von 400€ und einige kleine Geschenke für die Kinder aus Weißrussland überreichten. Danach hatten wir die Möglichkeit, einmal persönlich mit den Kindern in Kontakt zu kommen und unsere Russisch-Kenntnisse während der Unterhaltungen mit ihnen zu verbessern. Obwohl die Kinder bei uns einen aufgeweckten und unbeschwerten Eindruck hinterließen, leiden sie unter einer durch die Gamma-Strahlung verursachten Immunschwäche und anderen schweren Krankheiten, welche auf den Reaktorunfall zurückzuführen sind. Da die Kinder dringende Hilfe und Unterstützung benötigen und die Erholungsstätte in Hartenstein dies nicht allein bewältigen kann, freut sich die Hilfsorganisation über jede Art von Spenden, seien es Kleidung, Spiele oder kleine finanzielle Unterstützungen. Jeder kann helfen und den Kindern eine schöne Zeit in Deutschland ermöglichen!