USA Aufenthalt als gute Erfahrung

Gute Erfahrung
Gute Erfahrung
Vor zwei Jahren ist mir der Gedanke gekommen, in die USA zu gehen. Ich hatte damals in einem Zeitungsartikel gelesen, dass man mit einem Auslandsaufenthalt mehr Chancen in seiner Karriere hat. Die Entscheidung ist daraufhin auch schnell gefallen und ich habe mich bei mehreren Organisationen beworben. Eine Organisation nahm mich auf und suchte mir eine Gastfamilie. Letztes Jahr im August brach ich vom Flughafen Dresden auf.

In Fort Smith, Arkansas, einer 100.000 Einwohnerstadt am Fluss Arkansas, wurde ich von meinem Gastvater empfangen. Noch auf dem Weg in mein neues Zuhause im Ort Arkoma, Oklahoma, direkt an der Grenze zu Arkansas, wurde ich schon gefragt ob ich gerne American Football spielen wollte. Ich habe ja gesagt und noch in der gleichen Nacht ist mein Trainer vorbei gekommen und hat mich begrüßt.

Die nächsten Tage habe ich sehr schnell viele meiner Schulfreunde kennen gelernt. Mit meinem Gastvater Tony und dessen Töchtern (4 und 7 Jahre) sind wir bei den sommerlichen Temperaturen von Oklahoma, 35 – 42 Grad, jeden Tag zu einem Freund schwimmen gefahren. Während der letzten Schulwoche haben wir angefangen Football zu trainieren. Ich war auch nicht der einzige, der nicht wusste wie man spielt, da unser Ort das letzte mal vor 16 Jahren Football gespielt hat. Wir haben uns aber schnell reingefunden und einen unglaublichen Rekord mit 8 Siegen in 10 Spielen errungen. Das war wahrscheinlich der unglaublichen Teammoral und dem täglichen Training von bis zu drei Stunden zu verdanken.

Nach der Footballsaison war Basketballsaison und das Trainieren hat nicht nachgelassen. Wir hatten viel Training und auch bis zu vier Spielen in der Woche. Unsere Basketballsaison mussten wir leider aus Mangel an Spielern vorzeitig beenden, was meinen Renntraining zu gute kam. Ich war zwar in keiner Sportart der Beste, aber es hat unglaublichen Spaß gemacht mitzuspielen.

Da die Entfernungen in den USA etwas größer sind hatten wir bei Auswärtsspielen sehr lange Anreisezeiten. Wir mussten einmal fünf Stunden bis nach Kansas fahren. Bei Heimspielen hatten wir immer volle Tribünen.

In der Schule hatte ich Webdesign, Spanisch, Englisch, Mathematik, Geschichte und Biologie, danach Training. In den Weihnachtsferien bin ich mit einem Freund nach Virginia gefahren. Dort haben wir uns Colonial Williamsburg und Washington, DC. angeschaut. Am 25. Dezember habe ich die Atlantikflotte der US Navy angeschaut und auf einen Schiff mein Festessen zu mir genommen.

Über die Wintermonate ist in Oklahoma Jagdsaison. Über mehrer Wochenenden bin ich jagen gegangen. Ein gutes Erlebnis, was manchmal auch langweilig wurde, weil man sich für mehre Stunden nicht bewegen darf. Im Februar war ich in Las Vegas, am Grand Canyon und in San Fransisco.

Mir ergab sich noch die Möglichkeit, mit einem Oklahoma Highway Patrolman, einem Polizisten für ganz Oklahoma, mit auf Streife zu gehen. Diese Möglichkeit habe ich genutzt und ich würde sagen, dass war der beste Tag in den USA. Mit dem Schulabschluss, den wir in einer filmähnlichen Zeremonie erhalten haben, ging für mich ein sehr interessantes, aufregendes, lehrreiches und gutes Jahr zu Ende.

Dominik Mohr