|
Im Bilderbuch hat er sich lieber
die Zahlen angeguckt Waldenburger Gymnasiast Tobias
Barth holt 2. Preis bei Adam-Ries-Wettbewerb
VON MONIKA SCHIRIOT
Dass den dreijährigen Tobias am Bilderbuch
nicht die schönen Zeichnungen interessierten, sondern
die Zahlen, das hat die Mutti schon bei ihrem Jüngsten
gewundert. Inzwischen ist Tobias Barth elf Jahre und
seine Mutter Heike und Vater Andreas Barth wundern sich
über gar nichts mehr, sondern sind stolz auf ihren Tobias.
Tobias Barth vom Europäischen Gymnasium
Waldenburg hat sich beim Finale des Adam-Ries-Wettbewerbs
2004 am Wochenende in Annaberg-Buchholz mit 31 von 40
möglichen Punkten deutlich als bester Rechenschüler
aus dem Regierungsbezirk Chemnitz durchgesetzt. Tobias
errang den 2. Platz. Am Start waren Fünftklässler aus
Sachsen, Bayern, Thüringen und Tschechien. Jeweils die
zehn Besten, die sich nach einem in mehreren Stufen
vorangegangenen Wettbewerb qualifiziert hatten, trafen
in der Geburtsstadt von Adam Ries zum Finale aufeinander.
Aus 18oo Fünftklässlern, die ausgerechnet über Weihnachten
seitenweise schriftlich Aufgaben lösen mussten, wurden
die 50 mit den höchsten Punktzahlen im Frühjahr zum
Wettbewerb geladen. Zu den zehn sächsischen Fünftklässlern,
die davon übrig blieben und am Wochenende über den Aufgaben
in Annaberg-Buchholz schwitzten, gehörte Tobias.
Zur Preisverleihung waren die Eltern
angereist. „Und anschließend ging es zur Belohnung auf
die Annaberger Kät", freut sich der bescheidene, stille
Junge darüber, dass die Eltern mit ihm das berühmte
Volksfest besuchten. Gestern gab es in der Schule Blumen
und die Glückwünsche seiner Klassenkameraden und Lehrer.
Tobias mag's gar nicht, wenn man so viel „um ihn her
macht'. Sehr gute Noten hat er in nahezu allen Fächern,
spielt genau so gerne Fußball wie er sich an verzwickten
Knobelaufgaben und Denkspielen versucht. Und es ist
noch gar nicht so lange her, da haben er und seine Freunde
Simon Leuthold und Josef Bormann schon einen Sieg für
das Gymnasium geholt. Sie errangen als Mannschaft der
Klassenstufe fünf in Frankenberg beim landesweiten Geografiewettbewerb
den ersten Platz. Die Erfolge der Schüler, und am Ende
eines Schuljahres tut das auch der Lehrerseele gut,
geht natürlich auch auf das Konto der Mathematiklehrerin
Marion Grötzschel und der Geografielehrerin Sybilla
Schmidt.
|