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Von Doris Gey
Der am Europäischen Gymnasium Waldenburg unterrichtende Französischlehrer Amadou Diallo setzt seine vor fünf Jahren ins Leben gerufene Spendenaktion für seine Heimat Guinea fort. Eine Krankenstation in Misside, eine massiv aus Stein gebaute Schule sowie ein Brunnen gehören bereits zur Erfolgsbilanz, die dank der großen Spendenbereitschaft aufgebaut werden konnten. Nun hat Monsieur Diallo bereits wieder neue Pläne.
Waldenburg/Misside. Zweimal in der Woche kommt der Arzt nach Misside, um die Patienten zu versorgen. Die Krankenstation ist bescheiden ausgestattet, aber für die Bewohner ein Segen, sagt Amadou Diallo. Bevor es diese Ambulanz gab, mussten die Patienten einen weiten Fußmarsch in Kauf nehmen, um eine medizinische Versorgung zu erhalten, kennt Diallo die Not in seiner Heimat. In den Ferien im Februar war er zuletzt zusammen mit einem Freund aus Hamburg, Hank Slagmann, vor Ort. Es galt, die unter anderem vom Glauchauer Kreiskrankenhaus gespendeten Medikamente sowie Spielsachen und Schulmaterial zu verteilen, so Diallo. Mundharmonikas, Puppen, Plüschtiere sowie Sachbücher, ein Mikroskop für den Biologieunterricht und diverses Schulmaterial gehörten zur Fracht seiner Besuchsreise, berichtet der Lehrer. Ermöglicht hatten dies unter anderem die Spendengelder von der Hartmannsdorfer Firma Komsa. Außerdem: Mit der Wünschelrute hätte er in zwei Dörfern Wasseradern aufgespürt, berichtet er von seinem jüngsten Besuch. Dank der Unterstützung seines Freundes Hank, der 2500 Euro gespendet hat, konnte bereits am 14. März mit dem Bau des Brunnens in Madina begonnen werden.
Das neue Ziel, das er nun anvisiert, ist eine weitere, massiv gebaute Schule in dem Ort Hafia. Im Gegensatz zum ersten Projekt in Misside soll diese Schule nur aus einem Klassenzimmer bestehen, gibt er Einblicke in seinen Plan.
"Lernen, um sich selbst zu helfen", unter diesem Motto hatte Amadou Yombo Diallo im April 2003 einen Spendenaufruf für den Bau einer Schule im Dorf Misside gestartet, um den Kindern dort eine Grundlage für ein besseres Leben zu schaffen. Im Februar 2005 war das Haus mit den drei Klassenzimmern, das 120 Schülern das Lernen ermöglicht, bereits fertig, schaut der Lehrer zurück. Vom Echo auf sein neues Vorhaben sei er überwältigt. Nicht nur die Schüler am Eurogymnasium engagieren sich, indem sie beispielsweise Kuchenbasare etc. organisieren, sagte Diallo. Auch die Gymnasien in Hohenstein-Ernstthal und Glauchau hätten ihre Bereitschaft erklärt, die Spendentrommel für das Projekt zu rühren, freue er sich über das Engagement seiner Lehrerkollegen.
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