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Mittweida. Alexander Kock aus Mittweida steht an der Spitze der sächsischen Rangliste im Florett-Fechten. Der Elfjährige hat das erste Turnier der Saison Ende September in Bitterfeld gewonnen und sich zumindest vorerst den 1. Platz in seiner Altersklasse gesichert. Noch elf weitere Turniere des Sächsischen Fechtverbandes stehen bis zum Sommer an und dann möchte Alexander Kock immer noch ganz oben sein. "Die vergangene Saison habe ich mit Rang 3 in der Rangliste abgeschlossen. Ich bin immer besser geworden und jetzt möchte ich an diese Leistungen anknüpfen", hat Alexander Kock seine Zielstellung genau definiert.
Seitdem der Mittweidaer vor knapp vier Jahren das Schnuppertraining in der Abteilung Fechten beim Chemnitzer Polizeisportverein (CPSV) besucht hat, kam für ihn kein anderer Sport mehr in Betracht. Während Gleichaltrige lieber dem Fußball hinterher jagen oder zur Leichtathletik gehen, hat der Mittweidaer sein großes Hobby im anspruchsvollen Fechtsport gefunden. Zwei bis drei Trainingseinheiten stehen wöchentlich an. Ein ganz schönes Pensum, wie Mutti Elke Kock meint, denn der Sohn ist nicht nur sportlich ganz schön auf Achse. "Ich gehe auf das Europa-Gymnasium in Waldenburg und mache am liebsten Mathe und Info. Die Hausaufgaben erledige ich gleich in der Schule", erklärt Alexander, der Schule und Sport offenbar gut miteinander vereinbaren kann.
Beides verlangt dem Jungen vor allem viel Zeit ab. "Die sportliche Entwicklung ist bei Alexander noch völlig offen. Vielleicht geht es auch mal in Richtung Leistungssport. An erster Stelle steht aber die Schule und da bringt er gute Noten mit", sagt Vati Bernd Näkel offen. Das sportliche Talent könnte Alexander Kock von seinem Papa geerbt haben. Als Hürdenläufer holte der Rechtsanwalt als Jugendlicher manchen Titel. Und mittlerweile hat auch Elke Kock nachgezogen: "Damit ich beim Training nicht nur immer warten und zusehen muss, habe ich auch mit dem Fechten begonnen", berichtet Elke Kock, die somit auch nachvollziehen kann, wie anspruchsvoll der Sport ist. Neben hoher Konzentrationsfähigkeit ist Schnelligkeit und Reaktionsvermögen gefragt. "Eigentlich ist Fechten wie Schach. Man muss die Aktionen des Gegners vorausdenken und auf Situationen reagieren können", erläutert Alexander Kock anschaulich. Den Gegner mit der richtigen Taktik überlisten zu können, darauf käme es an.
Beim Sport hat Alexander Kock schon viele Freundschaften geschlossen. Als Aktiver in einer Einzelsportart schätzt er das Miteinander unter den Konkurrenten besonders und bedauert es fast ein wenig, wenn er gegen einen guten Kumpel in ein Gefecht muss. Trotzdem: Bei den Wettbewerben kennt Alexander keine Freunde und zeigt zunehmend konstant gute Leistungen. "Ich mache einfach mein Ding. Zum Glück rufen meine Eltern nicht ständig rein wie bei anderen. Die schauen zu und unterstützen mich so", sagt der Nachwuchsfechter zufrieden.
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