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Am 26. Juli 1844 wurde in Waldenburg das Fürstlich Schönburgische Lehrerseminar
eingeweiht. Damit begann die abwechslungsreiche Geschichte des Gebäudes, in dem sich
heute das Europäische Gymnasium Waldenburg befindet. Nachdem das Seminar im Jahre 1858
durch den Sächsischen Staat übernommen wird, erfolgen mehrere An- und Ausbauten, 1878/79
erhält die Schule ihre Orgel.
Als es um 1900 zu akutem Lehrermangel in Sachsen kommt, werden Parallelklassen
eingerichtet, statt Latein wird Englisch oder Französich unterrichtet.
Nachdem 1915 das siebente Seminarjahr eingeführt und nach 1918 die Lehrerbildung
insgesamt umgestellt wird, nimmt man 1921 die letzte Seminarklasse auf.
1922 entsteht im Haus eine Aufbauschule, in der begabte Schüler der Volksschule bis
zum Abitur geführt werden, 1923 wird daraus eine neunstufige Oberschule und
Aufbauschule, die Fürstlich Schönburgische Deutsche Oberschule, 1928 verlassen die
letzten Seminaristen und die erste Abiturienten die Schule in Waldenburg.
1937 wird die Schule in Staatliche Oberschule für Jungen umbenannt, es herrschte
Internatszwang, Mädchen konnten die Schule zwar besuchen, mussten aber außerhalb
nächtigen.
Im Zweiten Weltkrieg wird die Schule als Lazarett genutzt, der Schulbetrieb ist
stark eingeschränkt.
In den Jahren 1953 bis 1958 beherbergt das Gebäude eine Oberschule und ein Institut
für Lehrerbildung, in den Jahren bis 1990 befindet sich eine Pädagogische Schule für
Kindergärtnerinnen hier. 1974/75 werden die Turnhalle und das Wohnheim, das heutige
Internat, erbaut.
Nachdem kurzzeitig eine Fachschule für Sozialpädagogik auf dem Gelände untergebracht
wird, wird 1993 der Förderverein gegründet. Der Trägerverein übernimmt 1994 mit seiner
Gründung Gebäude und Gelände des Europäischen Gymnasium Waldenburg , 1998 verlassen
die ersten Abiturienten die Schule. Gleichzeitig wird die
Jugendkunstschule gegründet und zieht in den Ostflügel des Gebäudes ein. |