Trilateraler Schüleraustausch in Frankreich
Trilateraler Schüleraustausch in Frankreich
Freitag, 27.03.26
Am Donnerstagabend kamen die polnischen Schüler gegen 19:30 Uhr mit dem Bus am Waldenburg Gymnasium an. Gemeinsam haben wir zu Abend gegessen und uns ein wenig kennengelernt. Zwischen 20:00 und 21:00 Uhr starteten wir schließlich unsere lange Reise nach Frankreich.
Nach einer anstrengenden Nachtfahrt erreichten wir am Freitagmorgen gegen 6:30 Uhr die französische Schule. Dort warteten wir zunächst auf die französischen Schüler, die etwas später zu uns dazustießen. Gemeinsam fuhren wir anschließend weiter nach Calais zu unserer Jugendherberge, wo wir gegen 8:30 Uhr ankamen.
Dort erwartete uns ein gemeinsames Frühstück, das von den französischen Schülern vorbereitet wurde. Sie hatten viele herzhafte Speisen organisiert, was für einen guten Start in den Tag sorgte. Nach dem Frühstück gingen wir gemeinsam zum Strand. Dort spielten wir verschiedene Kennenlernspiele, um uns besser untereinander zu verstehen und Kontakte zu knüpfen. Anschließend machten wir einen Spaziergang.
Gegen 11:00 Uhr kamen wir bei „La Campagne du Dragon“ an. Wir besichtigten kurz den Shop und gingen danach weiter zu einer touristischen Sehenswürdigkeit, die die Besonderheit der Stadt hervorhebt.
Am Nachmittag wurden wir in Gruppen aufgeteilt und besuchten das Rathaus. Dort begann unsere Exkursion mit einem Guide, der uns viel über die Stadt und ihre Einwohner erzählte. Danach gingen wir weiter zu einem Park mit einer Statue von Charles de Gaulle. Anschließend besichtigten wir eine katholische Notre-Dame-Kirche, zu der wir ebenfalls interessante Informationen erhielten. Zum Abschluss führte uns die Exkursion zum Platz „Tour du Guet“ am Stadttor mit dem Turm von Saint-Quentin.
Nach diesem ereignisreichen Tag kehrten wir in die Jugendherberge zurück. Dort bekamen wir unsere Zimmer und hatten etwas Freizeit, um uns auszuruhen. Um 19:30 Uhr gab es Abendessen, und um 20:15 Uhr folgte eine gemeinsame Besprechung zu den Gruppenaufgaben.
Samstag, 28.03.26
Nach dem Frühstück hat uns das sonnige Wetter direkt nach draußen gezogen, Kennlernspiele inklusive, bei denen wir uns fast die Arme ausgerenkt haben. Nach ein bisschen Freizeit gondelt die Bus-Truppe los und die Läufer machen sich auf den Weg, trotzdem landen alle pünktlich im Museum.
Weiter geht’s mit dem Bus, aber diesmal für alle. In Calais sind Busse gratis, also quetschen wir uns alle rein und fuhren durch die halbe Stadt bis Beau-Marais. Die Waranparade wartet. Aber erstmal ein bisschen Aquarell-Malerei mit Drachen- und Waran-Vorlagen. Dann gab es Fakten über Fakten zu den Riesen-Reptilien-Maschinen wie: „Wie steuert man den Riesenwaran? Und wie kam der überhaupt nach Calais?“ (Spoiler: Der Drache hat gerufen!)
Nach dem Abendbrot gab es noch unser Rückblicksquiz von gestern und heute. Zum Finale geben die Musiker ein kleines Mini-Konzert, der Rest lauscht als Publikum. Perfektes Ausklingen!
Sonntag, 29.03.26
Unser letzter Tag in Calais. Durch die Zeitumstellung wurde uns eine kostbare Stunde Schlaf stibitzt, weshalb wir beim Frühstück alle etwas müde waren.
Als Erstes haben wir ein Spiel gespielt, bei dem jeder einen Teil des Gesichts der gegenüber sitzenden Person zeichnen musste. Nach einer Minute wechselten die Zeichner zum nächsten Bild. Die entstandenen Werke waren natürlich keine Opfer der Schönheitsindustrie.
Nach einer kreativen Sprachstunde rund um das Gesicht ging es an den Strand. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Promenade fanden wir uns in Gruppen zusammen, denen jeweils ein abstrakter, aber symbolisch starker Begriff zugeteilt wurde. Zu diesem sollten wir nun etwas aus Materialien errichten, die wir am Strand gefunden hatten.
Nachdem wir unsere Denkmäler im Sand zurückließen, trafen wir uns in der Mensa zum Mittagessen. Das Essen war wie immer deutlich besser als jegliche Delikatessen der deutschen Jugendherbergen.
Nach dem Mittagessen haben wir Plakate mit trilingualen Gedichten gestaltet, die wir nach einer kurzen Freizeit präsentierten.
Am Abend hörten wir ein weiteres, äußerst gelungenes Quiz und ließen den Tag schließlich mit einem kleinen Konzert unserer Musikanten ausklingen.
Morgen geht es weiter nach Lille – wir freuen uns und schauen mal, was wird :)
Montag, 30.03.26
An diesem Tag sind wir früh aufgestanden, weil wir die Stadt Calais verlassen und nach Lille fahren mussten.
Wir sind ungefähr um 12:00 Uhr angekommen und nach dem Mittagessen starteten wir das spannende Projekt. Alle Schüler sind in der trinationalen Gruppe geteilt und machen eine Stadtbesichtigung in Form eines Rätselspiels. Es gab insgesamt fünf Aufgaben, manche Aufgaben ermöglichen es uns, einen Ort zu finden; manche Aufgaben sind so dargestellt: wir müssen einen Ort finden mithilfe von einem alten Foto und schauen ob dort etwas weg ist oder neu gibt. Das Spiel hat ganz gut funktioniert, wir haben miteinander viel kommuniziert und den Charme sowie die Geschichte der Stadt Lille kennengelernt.
Nach der Freizeit haben wir noch ein Museum besucht, es ist das Museum Hospice Comtesse. Dort findet man viele schöne Bilder und alte Möbel.
Nach Sonnenuntergang waren wir alle müde, und sind wir endlich bei der Unterkunft angekommen.
Dienstag, 31.03.26
An diesem Tag sind wir nach Bois Blancs zu Romane Dymny mit der Metro gefahren. Dort hat er uns von seinen Projekten erzählt, die Flüchtlinge und Roma zusammenbringen sollen. Dabei geht es größtenteils um Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Wir mussten uns dann in einem Kreis aufstellen und Herr Dymny hat uns gezeigt, wie wichtig und vielfältig Körpersprache ist, indem er uns verschiedene Darstellungen hat ausüben lassen. Wir haben gemerkt, dass jeder die Begriffe anders interpretiert. Später durften wir uns einige seiner Projekte anschauen. Dabei waren zum Beispiel ein gelbes Schlauchboot, das Musik spielt sobald sich genug Menschen zusammen hineinsetzten und ein „Parlophone“, dass das Gesprochene aufnimmt und dann lauter abspielt. Wir mussten uns danach in Gruppen einteilen mit jeweils 5 Personen und wir durften uns eine der vorherigen Darstellungen auswählen, sie möglicherweise mit weiteren kombinieren und sie in einem Standbild darstellen. Danach haben wir erneut im Gymnasium Pasteur zu Mittag gegessen. Anschließend sind wir zu einem Haus mit einem kleinen Garten gelaufen und haben dort unsere Standbilder als Gruppe vorgestellt. Das Publikum sollte dann anhand unserer Körpersprache eine imaginäre Person entwickeln und ihr Charaktereigenschaften zuweisen. Später wurden wir in Gruppe A, B und C eingeteilt und wir mussten aus zwei der imaginären Personen eine Neue kreieren, ohne auf Stereotype einzugehen. Danach haben wir unsere Personen präsentiert und die Drei durch Familie, Beruf und Beziehung miteinander verknüpft. Unsere letzte Aufgabe war es nun eine Geschichte über eine der Beziehungen zu Schreiben und dabei auf die gesetzten Grenzen beider Seiten einzugehen. Nun mussten wir uns nur noch eine interessante Art der Präsentation dieser Geschichte ausdenken, die jedoch vollkommen in den Köpfen des Publikums stattfinden soll. Wir haben mitgenommen, dass wir in jedem Moment etwas in die Welt hineinschreiben. Allein mit unserer Körpersprache. Wir haben es sehr genossen zu sehen, wie wir alle in der Lage waren so viel mit unserer Vorstellungskraft umsetzen zu können. Es war ein schöner letzter Tag unseres Austauschs in Frankreich, den wir im Hotel Central bei einem letzten gemeinsamen Abendessen haben ausklingen lassen.


Dieses Projekt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.









