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Schülerreise nach Nova Gorica 2026

  • Europäisches Gymnasium WaldenburgTEGW e.V.

Nach unseren Besuchen in den Jahren 2024 und 2025 hieß es auch in diesem Jahr bereits fast traditionell: „Auf zu unseren slowenischen Freunden nach Nova Gorica!“ Unsere Anreise führte uns wie gewohnt über Bayern, mit einer Mittagsrast in Tittmoning und einem weiteren Zwischenstopp an der Tauernalm, zunächst in Richtung Italien. Kurz hinter Udine verließen wir schließlich die Route Richtung Süden und erreichten am Montagabend unser Ziel Nova Gorica.

 

Nach unseren Besuchen in den Jahren 2024 und 2025 hieß es auch in diesem Jahr bereits fast traditionell: „Auf zu unseren slowenischen Freunden nach Nova Gorica!“

Unsere Anreise führte uns wie gewohnt über Bayern, mit einer Mittagsrast in Tittmoning und einem weiteren Zwischenstopp an der Tauernalm, zunächst in Richtung Italien. Kurz hinter Udine verließen wir schließlich die Route Richtung Süden und erreichten am Montagabend unser Ziel Nova Gorica.

Dort wurden wir bereits am ersten Abend von unserem Freund und Kollegen Prof. Miran Tratnik in unserem mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Lieblingsrestaurant begrüßt.

Unsere Reisegruppe war in diesem Jahr breiter aufgestellt als zuvor. Neben Luis Heinig und Felix Meinhardt als Vertretern des Europäischen Gymnasiums nahmen mit Lucy Mehlhorn und Summer Page Schallnuss erstmals auch zwei Schülerinnen der Europäischen Oberschule an der Reise teil. Wie bereits im vergangenen Jahr begleitete uns außerdem Josephine Harzer, die inzwischen ihre Ausbildung bei unserem langjährigen Unterstützer WIR electronic GmbH absolviert.

Schule, Geschichte und erste gemeinsame Aktivitäten

Der Dienstag begann mit einer Führung durch das Gymnasium Nova Gorica. Dabei konnten wir auch ein Projekt aus unserem Besuch vor zwei Jahren wiedersehen: Die beiden damals von uns gestifteten Parabolspiegel wurden inzwischen von der Arbeitsgruppe um Prof. Tratnik im Außengelände der Schule installiert. Dort ermöglichen sie den Schülerinnen und Schülern, die Bündelung und Übertragung von Schallwellen auf anschauliche Weise selbst zu untersuchen.

Im anschließenden Deutschunterricht gestaltete Conrad Koczielski eine Unterrichtsstunde zur Geschichte der Industrialisierung in Sachsen. Dabei erfuhren die slowenischen Schülerinnen und Schüler unter anderem, welche überraschende Verbindung zwischen der sächsischen Industriegeschichte und den vier Ringen des heutigen Audi-Markenzeichens besteht.

Danach führte uns unser Weg erneut durch den Tunnel aus der Zeit des Ersten Weltkriegs hinauf zum Aussichtspunkt auf Sveta Gora. Neben der eindrucksvollen Landschaft bot der Ausflug damit zugleich Gelegenheit, sich mit der wechselvollen Geschichte der Region auseinanderzusetzen.

Auch der folgende Tag begann mit einer gemeinsamen Unterrichtsstunde. Diesmal stellte Frau Dr. Weinhold-zur Linden den slowenischen Schülerinnen und Schülern das deutsche Schulsystem vor.

Anschließend brachen wir zu einem größeren Ausflug in Richtung Koper auf. Zunächst bestiegen wir den Berg Slavnik (ca. 1028m). Von dort bot sich uns ein beeindruckender Blick über die Landschaft bis hin zum Golf von Triest.

Unsere Gastgeber luden uns anschließend zu einer gemeinsamen Pizza in Izola ein. Die Stärkung kam genau zur richtigen Zeit, denn während die Sonne langsam unterging, nutzten wir die Gelegenheit für ein besonderes Erlebnis: Gemeinsam schwammen wir vor der Küste von Izola ein Stück hinaus ins Mittelmeer.

Die Partnerschaft entwickelt sich weiter

Der nächste Tag begann mit einem offiziellen Gespräch mit der Direktorin des Gymnasiums Nova Gorica. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die inzwischen gewachsene Kooperation unserer Schulen weiter vertieft und langfristig gestaltet werden kann.

Künftige Begegnungen sollen dabei noch stärker projektorientiert ausgerichtet werden. Schülerinnen und Schüler beider Schulen sollen gemeinsam an konkreten Aufgaben arbeiten und dabei ihre jeweiligen Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen.

Eine erste Idee ist der Aufbau einer Datenverbindung zwischen Sveta Gora und dem Gymnasium in Nova Gorica. Darüber hinaus möchten wir versuchen, auch Schülerinnen und Schüler aus dem musikalischen Bereich beider Schulen zusammenzubringen. Ganz uneigennützig ist dieser Gedanke natürlich nicht: Eine gemeinsame musikalische Begleitung oder vielleicht sogar ein kleines Konzert während eines zukünftigen Aufenthaltes wäre sicherlich eine besondere Bereicherung – und zugleich eine schöne Möglichkeit, unseren großartigen slowenischen Gastgebern zu danken.

Zu ihnen gehört auch Mojca Stubelj Ars, die als Koordinatorin des Xcenters unsere Zusammenarbeit seit Jahren mit großem Engagement unterstützt.

Technik verbindet

Ein weiterer Höhepunkt war am Donnerstag der erneute Besuch bei Instrumentation Technologies. Diesmal hatten wir auch den Vorläufer unseres kleinen Kugelbeschleunigers wieder mitgebracht.

Nachdem wir im vergangenen Jahr unsere kleine Wette mit dem Firmenchef erfolgreich für uns entscheiden konnten und tatsächlich ein stabil funktionierendes Modell entwickelt hatten, haben wir uns inzwischen einer neuen Herausforderung gestellt: Die Steuerung soll nicht mehr mit einem klassischen Mikrocontroller, sondern mit einem FPGA realisiert werden.

Erste Erfolge konnten wir bereits vorweisen – der Kugelumlauf funktioniert. Während unseres Besuchs hatten wir die Gelegenheit, die nächsten Entwicklungsschritte und technische Details direkt mit einem FPGA-Entwickler zu diskutieren. Für unsere weitere Arbeit war dieser fachliche Austausch ausgesprochen wertvoll.

Zwei Tage Maker-Messe im Xcenter

Freitag und Samstag standen schließlich ganz im Zeichen der mittlerweile traditionellen Maker-Messe im Xcenter.

Auch in diesem Jahr gelang es uns, zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit unserer Präsentation und verschiedensten physikalischen Experimenten und Spielgeräten an unseren Stand zu locken. Gleichzeitig konnten wir aktuelle Entwicklungsarbeiten unserer Arbeitsgemeinschaft vorstellen und mit technisch interessierten Gästen ins Gespräch kommen.

Selbst beim Bürgermeister von Nova Gorica sind wir mittlerweile keine Unbekannten mehr – entsprechend herzlich fiel auch hier das Wiedersehen aus.

Ein besonderes Erlebnis wartete ebenfalls auf uns: Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, erhielten wir die Möglichkeit, gemeinsam mit dem örtlichen Tauchsportclub im Freibad eine Schnupperstunde im Gerätetauchen zu absolvieren. Für unsere Schülerinnen und Schüler war dies zweifellos eine außergewöhnliche Erfahrung.

Am Nachmittag besuchten wir außerdem Familie Koglot, die Gastfamilie unserer Auszubildenden Josephine, auf ihrem Weingut. Die herzliche Verbindung, die sich über die vergangenen Besuche entwickelt hat, zeigt besonders schön, dass unser Austausch längst über ein rein schulisches Projekt hinausgewachsen ist.

Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir schließlich bei einem Abschiedsessen an der Soča ausklingen.

Abschied – bis zum nächsten Mal

Am Sonntag hieß es dann bereits wieder Abschied nehmen. Mit etwas Wehmut verließen wir am frühen Morgen Nova Gorica und unsere slowenischen Freunde.

Nach einer langen, aber vollkommen problemlosen Rückfahrt erreichten wir schließlich wieder unsere Heimat.

Was vor einigen Jahren als internationaler Schulaustausch begann, hat sich inzwischen zu einer lebendigen Partnerschaft entwickelt. Persönliche Freundschaften, gemeinsame technische Projekte, Unterricht, Kultur und viele besondere Erlebnisse verbinden mittlerweile unsere Schulen und die Menschen auf beiden Seiten.

Deshalb bedeutete die Heimreise für uns auch diesmal nicht wirklich „Abschied“, sondern vielmehr:

Auf Wiedersehen, Nova Gorica – bis zum nächsten Mal!